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Versicherungssammlung2018-12-17T13:22:32+00:00

Versicherungssammlung

Ob Du sie nun brauchst oder nicht: unsere Versicherungssammlung soll Dir einen Überblick über relevante Versicherungen für junge Berufseinsteiger, Studenten und Azubis liefern. Du liest Dich nicht gerne durch ellenlange Texte, um Deine gesuchten Informationen zu finden? Dann ist das auch kein Problem für uns! Denn wir haben extra für Dich unsere leicht verständlichen Erklärvideos. Wünschst Du Dir jedoch ein auf Dich persönlich zugeschnittenes Ergebnis, dann kommst Du über den unten stehenden Button direkt zu unserem Test!

 Wir wünschen Dir viel Spaß beim Stöbern!

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Auslandskrankenversicherung

Da die gesetzliche Krankenversicherung nicht grundsätzlich bei Reisen innerhalb der Schengen-Staaten greift, empfiehlt es sich bei Fernreisen zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Diese kommt für Deine medizinische Versorgung und den Krankenrücktransport auf.

Hierbei handelt es sich um eine Krankenzusatzversicherung und somit eine spezielle Art einer privaten Krankenversicherung, die Dich vor dem finanziellen Ruin schützen kann. Wenn Du im Ausland plötzlich krank wirst oder einen Unfall hast, kommt die Versicherung für die notwendigen Behandlungskosten auf. Normalerweise umfasst der Schutz der Versicherung nicht nur Dich als Versicherungsnehmer, sondern kann auch mitreisende Angehörige einschließen.

Es empfiehlt sich auf jeden Fall auf den Umfang der Leistungen Deiner Versicherung zu achten, denn die meisten Versicherer unterscheiden sich hierin. Du solltest Dich nicht nur nach dem billigsten Anbieter richten, sondern besonders auf die Leistungen des Vertrags achten. Was unbedingt dabei sein sollte, ist der Krankenrücktransport. Denn im Falle eines Notfalls sollst Du die Möglichkeit haben nach Hause bzw. nach Deutschland transportiert zu werden.

Sofern Du unter einer chronischen Krankheit leidest, kann es sein, dass die Versicherung die Zahlung verweigert. Auch hierzu solltest Du Dich genauestens über die allgemeinen Vertragsbedingungen deiner Versicherung informieren.

Altersvorsorge

Mit der Altersvorsorge solltest Du möglichst früh starten.

Zuerst stellst Du Dir wahrscheinlich die Frage, warum Du eine Altersvorsorge jetzt schon abschließen solltest, obwohl Du noch lange Zeit bis zur Rente hast. Hier ist es jedoch von großem Vorteil, wenn Du früh anfängst. Die Rente, die Du bekommst, wird höchstwahrscheinlich nicht ausreichen, denn Du zahlst nicht für deine eigene Rente ein sondern für diejenigen, die jetzt gerade in Rente sind. Zu dem Zeitpunkt wenn Du dann in Rente gehst, zahlt jemand anderes deine Rente. Das Ziel bei einer Altersvorsorge ist, dass Du den Lebensstandard, den Du bis zu deiner Rente gehabt hast, bestmöglich beibehalten kannst und somit im Alter finanziell versorgt bist.

Die Altersvorsorge funktioniert nach einem Drei-Schichten-System (nach dem Alterseinkünftegesetz):

  1. Schicht :

Hier geht es um die Basisversorgung. Damit ist die gesetzliche Rentenversicherung gemeint. Dabei zahlt Dein Arbeitgeber einen bestimmten Betrag an die Rentenkasse.

  1. Schicht:

Das ist die Kapitalgedeckte Zusatzverordnung, zu der die betriebliche Altersvorsorge und Zusatzversorgung im öffentlichen Dienst gehören. Die Riesterrente und Rürup-Rente sind der zweiten Schicht auf zuzuordnen.

  1. Schicht:

Hierzu gehören Kapitalanlageprodukte. Zum Beispiel: Anlagen, Fonds, Kapital- und Rentenversicherungen.

Die betrieblichen Altersvorsorge gehört zur zweiten Schicht der Altersvorsorge und ist ein wichtiger Bestandteil der Altersversorgung. Wie der Name schon sagt, wirst Du beim Aufbau einer betrieblichen Altersvorsorge von Deinem Arbeitgeber unterstützt. Welche Form der bAV Dein Chef anbieten will, darf er selbst entscheiden. Eine große Rolle spielen dabei auch Deine beruflichen Pläne. Wenn Du vorhast nur für kurze Zeit im Unternehmen zu bleiben, lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge möglicherweise nicht.

Bei der Finanzierung der betrieblichen Altersvorsorge gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Dein Arbeitgeber finanziert die komplette betriebliche Altersvorsorge: Arbeitgeber bieten diese Form vor allem an, um Mitarbeiter an ihre Firma zu binden. Für Dich als Arbeitnehmer ist das ein großer Vorteil, denn Du bekommst später eine Betriebsrente ausbezahlt, ohne selbst dafür gespart zu haben.
  2. Du kannst einen Teil Deines Gehalts umwandeln: Man nennt diesen Vorgang Entgeltumwandlung, und seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer einen rechtlichen Anspruch darauf. Bei der Entgeltumwandlung benutzt Du einen Teil Deines Bruttogehalts als Beitrag für Deine Betriebsrente. Weil sich Dein Bruttogehalt dadurch verringert, sparst Du Dir einen Teil der Steuern und Sozialbeiträge.
  3. Wenn dein Arbeitgeber einen Teil der Beiträge zahlt: Bei einer betrieblichen Altersvorsorge mit Entgeltumwandlung schießen viele Arbeitgeber noch etwas zum Rentenbeitrag zu. Wenn sich Dein Bruttogehalt verringert, spart auch Dein Chef bei den Lohnnebenkosten. In diesem Fall könntest Du mit ihm darüber sprechen, ob er das Geld für deine betriebliche Altersvorsorge zur Verfügung stellt. Ab 2019 ist er bei Neuzusagen sogar gesetzlich verpflichtet einen Zuschuss zu leisten.

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein ziemlich kompliziertes Thema, weil es davon viele verschiedene Varianten gibt. Man unterscheidet in der betrieblichen Altersvorsorge zwischen fünf Durchführungswegen:

Die bekannteste Form der betrieblichen Altersvorsorge ist die Direktversicherung. Der Arbeitgeber kann sie direkt bei einer Versicherungsgesellschaft für seine Angestellten abschließen. Für Unternehmen ist die Direktversicherung sehr praktisch, denn im Leistungsfall zahlt die Versicherungsgesellschaft die Rente direkt an den Arbeitnehmer.

Du kannst einen betrieblichen Altersvorsorge-Vertrag auch dazu benutzen, um vermögenswirksame Leistungen anzulegen. Viele Arbeitnehmer bekommen mittlerweile diese Zusatzzahlung von maximal 40 Euro pro Monat. Mehr zu diesem Thema findest Du hier.

Das durch die Riester-Rente angesparte Vermögen dient dem Aufbau einer privaten Altersvorsorge. Es entsteht durch die monatliche Einzahlung von Beiträgen in einen Versicherungsvertrag. Diese Einzahlungen werden durch eine staatliche Zulage Jahr für Jahr ergänzt.

Wer kindergeldberechtigten Nachwuchs hat, erhält neben der Grundzulage für alle Teilnehmer, eine Kinderzulage. Diese beträgt für jedes Kind, das ab 2008 geboren wurde, 300 Euro im Jahr und für jedes Kind das vor dem 1. Januar 2008, 185 Euro jährlich.

Einen Anspruch auf die Riester Förderung haben generell alle Arbeitnehmer und Azubis, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Die Rürup-Rente ist auch eine staatlich geförderte private Rentenversicherung, die vor allem für Selbstständige gedacht ist. Diese sogenannte „Basis-Rente“, ist an die gesetzliche Rentenversicherung angelehnt. Dein angespartes Geld muss zum Ende in Form einer lebenslangen Rentenzahlung ausgezahlt werden.

Eine komplette Auszahlung auf einen Schlag ist nicht möglich, auch nicht für Teile des Kapitals. Einzige Ausnahme: Wenn Du so wenig angespart hast, dass nur eine Mini-Rente von unter 30 Euro pro Monat („Kleinbetragsrente“) ausgezahlt würde.

Eine Investition von deinem Ersparten zur Erzielung einer Rendite nennt man auch Kapitalanlage. Die Rendite die Du erreichen kannst ist umso höher, je mehr Risiko Du bereit bist auf dich zu nehmen. In welcher Form Du dein Geld dann anlegst, liegt ganz bei dir. Die Anzahl an Kapitalanlagemöglichkeiten ist quasi grenzenlos und wird täglich um neue Möglichkeiten erweitert. Anlagen wie Gold, Aktien, Fonds und vieles mehr sind für jeden zugänglich und frei handelbar.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Bist Du eingeschränkt oder nicht mehr in der Lage, den bisherigen Beruf auszuüben, greift die Berufsunfähigkeitsversicherung. Dir wird dann eine beim Antrag festgelegte monatliche Summe ausbezahlt. Die Beitragshöhe richtet sich nach Deinem Beruf, Alter und Gesundheitszustand.

Ist eine Person eingeschränkt oder nicht mehr in der Lage, den bisherigen Beruf auszuüben, greift die BU ein. Dann wird eine beim Antrag festgelegte monatliche Summe ausbezahlt. Die Beitragshöhe richtet sich nach Beruf, Alter und Gesundheitszustand.

Durch ein ärztliches Gutachten kann eine BU festgestellt werden. Das heißt, der Arzt bestätigt, dass der Versicherte seinen bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann. Es kann auch sein, dass keine erhebliche Minderung vorliegt und man trotzdem berufsunfähig ist. Dies liegt daran, dass wenn man die Tätigkeit weiter ausübt, sich die Lage des Menschen verschlimmern würde.

Bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung musst Du unbedingt auf die Vertragsbedingungen achten, denn es gibt einen Unterschied zwischen abstrakter Verweisung und konkreter Verweisung.

Nur weil Du Deinem jetzigen Beruf nicht mehr nachgehen kannst, heißt das nicht, dass Du gar nicht mehr arbeiten kannst. Gehen wir davon aus, Du bist Dachdecker. Nach einigen Jahren bekommst Du Kreislaufprobleme und hast vorher eine Versicherung mit einer abstrakten Verweisung abgeschlossen. Dann hat die Versicherung das Recht, Dich beispielsweise als Verkäufer im Baumarkt einzusetzen. Wenn Du dann in der Lage bist, der verwiesenen Tätigkeit nachgehen zu können, bekommst Du von der Versicherung keine Rentenzuzahlung. Die verwiesene Arbeit darf dabei stark von der vorherigen Arbeit abweichen.

Anstatt der abstrakten Verweisung kann in der Vertragsklausel auch eine konkrete Verweisung festgelegt sein. Das heißt, der Versicherer kann die Rentenzahlung nur ablehnen, wenn Du tatsächlich (z.B. nach einer Umschulung) bereits eine andere Tätigkeit aufgenommen hast, die Deinen Kenntnissen, Fähigkeiten und Deiner bisherigen Lebensstellung entspricht. Das heißt: der Versicherer kann von Dir nicht verlangen, nur eine andere Arbeit zu machen, weil Du körperlich und geistig dazu in der Lage bist.

Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, musst Du einen Vertrag wählen, in dem der Versicherer kein Recht hat, von Dir die Ausübung eines anderen Berufs zu verlangen. Bedenken musst Du dabei jedoch, dass eine Versicherung ohne Verweisung etwas teurer ist.

Berufsunfähigkeit kann jeden treffen, deshalb solltest Du über das Thema schon möglichst früh nachdenken.

Viele Versicherer bieten für junge und gesunde Leute spezielle Tarife mit niedrigeren Startbeiträgen an. So kannst Du während Deiner Schulzeit, der Ausbildung oder dem Studium, wenn Du noch nicht so viel Geld zur Verfügung hast, einen günstigen Vertrag abschließen. Dann bist Du zum Beispiel für den Fall abgesichert, dass Du Deine Ausbildung wegen einer Krankheit nicht richtig fortsetzen kannst.

Da sich der Betrag den Du als Berufsunfähigkeits-Rente erhältst nach deinem Einkommen richtet, wird er während der Ausbildung eher niedrig sein. Fast alle Versicherungen bieten deshalb die Möglichkeit einer ereignisabhängigen Nachversicherung. Das heißt, dass Du bei bestimmten Ereignissen, wie z.B. dem ersten vollen Einkommen, Heirat oder der Geburt Deiner Kinder die monatliche Berufsunfähigkeit-Rente in deinem Vertrag erhöhen kannst. Zusätzlich besteht die Möglichkeit zur ereignisunabhängigen Nachversicherung, die allerdings von Versicherung zu Versicherung anderen Regeln zu Wartezeit und Obergrenzen unterliegt.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die GKV ist eine Pflichtversicherung für jeden, der nicht privatversichert ist. Sie trägt teilweise Deine Kosten für medizinische Behandlungen, Arzneimittel sowie Heil- und Hilfsmittel oder auch vorbeugende Maßnahmen.

Generell gilt: jede Person, die in Deutschland einen Wohnsitz hat, muss krankenversichert sein!

Die GKV hat eine Hauptaufgabe, und zwar: „Die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern“ (so steht es im Sozialgesetzbuch). Jedoch trägst Du für Deine Gesundheit auch eigene Verantwortung, aber Deine Krankenkasse muss Dir durch Aufklärung, Beratung und Leistung helfen. Ebenfalls müssen sie eine vollwertige medizinische Versorgung für Dich sicherstellen.

Im Normalfall sind Kinder, die kein eigenes Einkommen haben, bei einem Elternteil mitversichert, das wird auch Familienversicherung genannt.

Der Beitrag, den Du an die Versicherung zahlst, richtet sich nach dem Prozentsatz, den Deine Krankenkasse verlangt. Der gesamte Beitrag wird zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber aufgeteilt. Du hast freie Krankenkassenwahl und deshalb solltest Du auf manche Dinge achten, obwohl ca. 96 % Prozent der Leistungen identisch sind. Oft unterscheiden sich die Beiträge, denn manche Krankenkassen verlangen etwa 9% Deines Bruttoeinkommens, wohingegen andere weniger als 8% einfordern. Also vergleiche die verschiedenen Versicherungen und nimm eine, die verhältnismäßig viele Leistungen anbietet und einen ansprechenden Beitragssatz hat.

Als Student bist Du familienversichert, aber nur bis zum 25. Lebensjahr. Achtung: Hast Du jedoch ein Jahr freiwilligen Wehr- oder Bundesfreiwilligendienst geleistet, verlängert sich dies bis zum 26. Lebensjahr.

Sobald Du über 25 bist oder mehr als 450€ im Monat verdienst, musst Du Dich selbst pflichtversichern. Es gibt vergünstigte Krankenversicherungen für Studenten, die ab dem 14. Semester oder mit dem Alter von 30 Jahren enden. Am besten vergleichst Du alle Angebote, die Du findest und berücksichtigst den Beitrag, den du zahlen musst sowie die Leistung, die die KV anbietet.

Haftpflichtversicherung

Wer schädigt, der haftet. Das heißt: wenn Du etwas oder jemandem fahrlässig, also unabsichtlich Schaden zufügst (sog. Personen-, Sach-, Vermögenschäden), muss Du für die verursachten Kosten aufkommen. Damit Du Dich nicht in den finanziellen Ruin stürzt, ist diese Versicherung ein Muss.

Hier zwei wichtige Zusatzinfos:

  • Kosten betragen ca. zwischen 50 und 150 Euro im Jahr, je nachdem welche Summe Du in Deinem Vertrag versichern lässt
  • In einem gemeinsamen Haushalt genügt eine Familien-Haftpflichtversicherung für alle Parteien

Allgemein kann man sagen, dass die Haftpflichtversicherung fast alle Schäden übernimmt, für die Du verantwortlich bist. Generell ausgeschlossen sind jedoch Schäden, die Du absichtlich verursacht hast. Wenn Du ein Schadensereignis bewusst in Kauf nimmst, ohne die möglichen Folgen zu berücksichtigen, liegt ein bedingter Vorsatz vor. Dieser kann sogar zur Kündigung Deiner Versicherung führen.

Eine Haftpflichtversicherung enthält auch immer eine Vorsorgeversicherung. Damit werden neu hinzukommende Risiken in den Versicherungsschutz einbezogen. So ein Risiko entsteht zum Beispiel, wenn Du Dir zum ersten Mal einen Hund kaufst. Solange der Versicherer keine Aufforderung zur Anzeige des neuen Risikos ausspricht, ist die Änderung beitragsfrei.

Viele Haftpflichtversicherungen haben eine Altersgrenze. Danach sind Studenten, Azubis und Schüler im Normalfall höchstens bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern mitversichert. Hierbei solltest Du aber immer die Regel beachten, dass es eine Haftpflichtversicherung pro Haushalt geben sollte. Wenn Du für die Ausbildung umziehst und Dein Erstwohnsitz nicht mehr bei den Eltern gemeldet ist, solltest Du Dich um einen eigenen Vertrag kümmern.

Beginnst Du nach einer abgeschlossenen Lehre eine Zweite bzw. ein weiteres Studium, greift die Haftpflichtversicherung Deiner Eltern auch nicht mehr. Solltest Du aber nach Deiner Lehre ein Studium beginnen, besteht der Versicherungsschutz über die Eltern allerdings weiterhin. Das gilt auch bei einer Wartezeit von maximal einem Jahr. Bei Rechtsreferendaren oder Lehramtsanwärtern endet der Versicherungsschutz mit dem ersten Staatsexamen.

Mit einer Heirat endet der Versicherungsschutz über die Eltern automatisch

Bei Dir mitversicherte Personen können Ehepartner, Kinder, Lebensgefährten, aber auch pflegebedürftige Angehörige sein, die mit Dir im selben Haushalt wohnen. Wenn Du also mit Deinem Freund oder Deiner Freundin zusammenziehst, müsst ihr nur eine gemeinsame Haftpflichtversicherung abschließen. Eine Ausnahme sind Wohngemeinschaften. Da die Haftpflichtversicherung eigentlich personenbezogen ist, muss jeder Mitbewohner eine eigene haben.

Risikoerhöhungen oder Risikoerweiterungen musst Du dem Versicherer melden, beispielsweise wenn Du ein Tierhalter mit einer entsprechenden Haftpflicht bist und Dir einen zweiten Hund kaufst. Das solltest Du nach Aufforderung innerhalb eines Monats erledigen.

Da sich die Risikobereiche im täglichen Leben sehr unterschiedlich gestalten,  gibt es viele verschiedene Arten von Haftpflichtversicherungen. Wichtig sind für Dich hauptsächlich die Privathaftpflicht, Berufshaftpflicht und Tierhalterhaftpflicht. Die meisten anderen Arten lohnen sich erst, wenn Du zum Beispiel ein eigenes Haus baust.

Handyversicherung

Wer kennt das nicht: Dein Handy fällt runter und der Bildschirm splittert. Solche Schäden deckt grundsätzlich eine Handyversicherung ab. Es gibt viele Abstufungen einer solchen Versicherung, deshalb solltest Du Dir in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen genau durchlesen, was alles versichert ist.

Eine Versicherung für Dein neues Smartphone? Ist das dringend nötig? Bei dieser Versicherung musst Du, wie bei allen anderen, genauestens auf die Vertragsklauseln achten. Lass Dir hierbei Zeit, denn von manchen Handyverkäufern werden überteuerte Versicherungen direkt nach dem Kauf des Handys angeboten. Bei so einem Angebot hast Du kaum die Chance, Dir den Vertrag oder sogar das Kleingedruckte ganz durchzulesen. Vergiss nicht, dass Du Dich im Schadensfall mit der Versicherung auseinandersetzen musst und nicht mit dem Verkäufer.

Eine Handyversicherung kostet im Jahr durchschnittlich ca. 50-120 Euro, abhängig  vom Kaufpreis Deines Handys.  Vergiss jedoch nicht, dass sich der Wert von Deinem Handy mit der Zeit mindert, Du aber den Beitrag trotzdem in Abhängigkeit vom Kaufpreis zahlst.

Beachten solltest Du auch, wie Schadenfälle definiert werden. Dies wird häufig mit allgemeinen Floskeln beschrieben, sodass ein Interpretationsspielraum bleibt. Hinterfrage Sätze wie: „Sturz-, Bruch-, und Flüssigkeitsschäden innerhalb des bestimmungsgemäßen Gebrauchs.“ Das bedeutet, dass Sturz-, Bruch-, und Flüssigkeitsschäden nur dann ersetzt werden, wenn Funktionen wie telefonieren, SMS schreiben oder die Bedienung des Handys nicht mehr gehen. Ist beispielsweise Dein Display gesprungen, aber das Handy ist funktionstüchtig, musst Du die Reparatur selbst zahlen. Auch wenn Du fahrlässig handelst und beispielsweise Dein Handy zum Baden mitnimmst und somit einem „Risiko“ aussetzt, trägst unter Umständen Du allein die Schuld.

Bei vielen Versicherungen musst Du den Schadensfall innerhalb von 14 Tagen melden. Dies kannst Du teilweise sogar Online machen.

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung versichert Deinen eigenen Hausrat (das heißt was in einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder Verbrauch dient), wobei weitere Absicherungen möglich sind. Auch Folgekosten werden manchmal übernommen.

Dreh Deine Wohnung oder Dein Haus in Gedanken auf den Kopf und all das was hinausfällt, nennt man Hausrat.

Hier ein paar kurze Beispiele zum Nachvollziehen:

Einrichtung:  zum Beispiel Möbel, Vorhänge, Teppiche usw.

Gebrauch:     zum Beispiel Computer, Kleidung, Hausgeräte usw.

Verbrauch:    zum Beispiel Gebrauchs- / Verbrauchsgegenstände  (teurer Wein, Bargeld, Schmuck…) usw.

In den meisten Hausratversicherungen sind Schäden durch:

Brand, Blitzschlag, Explosion, Implosion, Einbruchsdiebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasser, Rohrschäden, Frostschäden, Sturm und Hagel versichert.

Zusätzlich kannst Du folgendes in der Police auch noch mitversichern lassen:

  • Schäden durch Fahrlässigkeit
  • Fahrraddiebstahl
  • Einbruchsdiebstahl aus dem Kfz

und vieles mehr.

Wenn ein Schaden vorsätzlich (also absichtlich) herbeigeführt wurde, dann leistet Deine Versicherung nicht.

Wie bei allen Verträgen gilt: alles lesen! Solltest du schon eine Hausratversicherung haben, lohnt es sich trotzdem verschiedene Anbieter zu vergleichen. Vielleicht gibt es ein Produkt das Deinen Ansprüchen eher entspricht.

Kraftfahrzeug-Versicherung

Jeder KFZ – Halter ist dazu verpflichtet für sein Fahrzeug eine KFZ-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Diese deckt Schadensersatzansprüche geschädigter Verkehrsteilnehmer ab. Für die aufkommenden Schäden an Deinem Fahrzeug gibt es die Teil- und Vollkaskoversicherung.

Die „KFZ-Versicherung“ lässt sich untergliedern in

  • KFZ-Haftpflichtversicherung
  • Teilkaskoversicherung
  • Vollkaskoversicherung

Dies ist eine Pflichtversicherung und für jedes Fahrzeug gesetzlich vorgeschrieben. Ohne diese Versicherung ist Dein Fahrzeug (Auto, Motorrad, E-Roller/E-Bike ab 500Watt, Moped, 50ccm Roller etc.) – für den Straßenverkehr nicht zugelassen und Du erhältst auch kein Nummernschild. Du als Fahrzeuglenker wirst bei einem Schaden, den Du verursacht hast, haftbar gemacht. Dabei wird der Schadensersatzanspruch vom Geschädigten von der Versicherung gedeckt, oder einfach gesagt, ein passender Beitrag an den Geschädigten gezahlt, der den Schaden abdecken soll.

Der zu zahlende Beitrag ist abhängig von:

Typklasse des Autos, gefahrene Kilometer pro Jahr, Alter des Fahrers, Anzahl der Fahrer, Regionalklasse, private oder gewerbliche Nutzung, Dauer der Unfallfreiheit.

Die Teilkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie versichert:

  • Diebstahl/Raub
  • Brand
  • Explosion
  • Wildunfall
  • Elementarschäden (Sturm, Hagel…)
  • Glasschaden

Sie kommt für unverschuldete Schäden am versicherten Auto auf, wenn sie nicht schon von der Kfz- Haftpflichtversicherung abgedeckt werden.

Die Vollkasko- baut auf die Teilkaskoversicherung auf und übernimmt auch Fahrzeugschäden durch selbstverschuldete Unfälle, Vandalismus und Fahrerflucht. Sie kommt jedoch nicht für Schäden auf, die Du vorsätzlich (absichtlich) herbeigeführt hast. Vollkasko lohnt sich daher besonders bei Neuwagen, hochwertigen Fahrzeugen sowie seltenen Fahrzeugen.

Krankenzusatzversicherung

Die Krankenzusatzversicherung deckt zusätzlich zur gesetzlichen Krankenkasse Leistungen ab, die sich mit deiner Gesundheit beschäftigen. Allerdings musst Du jede Leistung extra buchen und natürlich auch bezahlen. Aber wer spart schon, wenn es um seine Gesundheit geht?

Im Krankheitsfall möchte jeder gut versorgt sein, vor allem im Alter. Deshalb schließen viele Menschen neben der gesetzlich vorgeschriebenen Krankenversicherung Zusatzverträge ab. Diese sollen im Ernstfall die Leistungen Deiner Krankenversicherung ergänzen. Vor allem für gesetzlich Versicherte sind Krankenzusatzversicherungen ein Thema, denn die Leistungen Deiner gesetzlichen Krankenkassen sind laut Sozialgesetzbuch auf das Notwendigste beschränkt. Das heißt:Wenn Du mehr als die Standard-Behandlung haben möchtest, musst Du die Kosten dafür selber tragen.

Bei der Wahl Deiner Zusatzversicherung geht es nicht nur um den richtigen Tarif. Vorher stellt sich die Frage, ob Du den Schutz überhaupt benötigst. Denn nicht jede Versicherung ist der Situation entsprechend passend.

Krankentagegeld
Das Krankentagegeld fängt Deinen Einkommensausfall durch eine Krankheit auf. Als gesetzlich Versicherter kannst Du mit diesen Zahlungen Dein Krankengeld aufstocken. Das ist vor allem wichtig, wenn Du selbstständig bist oder ein hohes Einkommen hast, da das Krankengeld der gesetzlichen Versicherung netto nur ca. 2600 Euro beträgt – sofern Du es überhaupt bekommst (Stand: 2017).

Zahnzusatzversicherung
Die gesetzliche Krankenversicherung schießt meistens bei den Kosten für Zahnersatz nur minimale Festbeträge zu, die häufig weniger als die Hälfte der entstehenden Kosten decken. Eine solche Zusatzversicherung solltest Du nicht zu spät im Leben abschließen, damit die Beiträge nicht zu hoch sind.

Pflegezusatzversicherung
Pflege ist teuer. Die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung reichen meist nicht aus, um die hohen Kosten für Deine Betreuung und medizinische Versorgung zu decken. Eine private Pflegezusatzversicherung kann diese Lücke schließen und Dir eine passende Pflege anbieten.

Krankenhauszusatzversicherung
Wenn Du Wert auf eine Behandlung durch Spezialisten legst, solltest Du eine Krankenhauszusatzversicherung abschließen. Damit kannst Du Dir das Krankenhaus sowie den behandelnden Arzt aussuchen. Außerdem übernimmt die Versicherung die Kosten für Ein- oder Zweibettzimmer

Pflegeversicherung

Solltest Du im Alter pflegebedürftig werden, bist Du auf fremde Hilfe angewiesen. Das kann schnell teuer werden. Eine Pflegeversicherung übernimmt dann im Pflegefall einen Teil der Kosten. Deine Mitgliedschaft ist gesetzlich vorgeschrieben. Jeder Krankenversicherte hat auch Beiträge in die gesetzliche oder private Pflegeversicherung einzuzahlen.

Pflegebedürftig sind laut Sozialgesetzbuch Menschen, „die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen“. Deine  Pflegeversicherung übernimmt dann einen Teil der entstehenden Kosten. Kümmern sich zum Beispiel dein Eltern oder andere Angehörige um die häusliche Pflege, zahlt die Kasse ein Pflegegeld.

Voraussetzung für die Übernahme deiner Kosten ist, dass ein „erhöhter Bedarf“ an zusätzlicher Versorgung über mindestens sechs Monate besteht. Bei nur vorübergehender Pflegebedürftigkeit, beispielsweise bis Du nach einer Krankheit wieder Gesund wirst, ist die Pflegekasse nicht zuständig; diese Kosten übernimmt dann deine Krankenkasse. Eine Leistung aus der Pflegeversicherung erhältst Du nur auf Antrag.

Die Kostenlücke zwischen der ausgezahlten Versicherungsleistung und deinen tatsächlichen Kosten ist auch nach der neuesten Pflegereform oft noch sehr hoch. Diese Differenz müssen Pflegebedürftige dann anders begleichen. Entweder  durch ein hohes Alterseinkommen, durch Rücklagen, durch private Pflege-Zusatzversicherungen oder durch die Finanzierung von Familienangehörigen.

Die Kosten der gesetzlichen Pflegeversicherung sind einheitlich und genau per Gesetz vorgegeben. So etwas wie einen Risikozuschlag gibt es nicht. Wenn Du freiwillig gesetzlich krankenversichert bist, kannst Du einen Antrag auf einen privaten Pflegetarif stellen oder ebenfalls freiwillig in die gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen.

Die zuzahlenden Beiträge in der privaten Pflegeversicherung richten sich unter anderem nach deinem Alter und deinem Gesundheitszustand. Diese private Pflege-Pflichtversicherung ist nicht zu verwechseln mit den privaten Pflege-Zusatzversicherungen, die die möglichen Leistungen weiter aufstocken.

Kinder und Ehepartner sind in der Pflegeversicherung ohne selbst zu zahlen mitversichert, sofern ein Anspruch auf Familienversicherung besteht.

Rechtsschutz

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die entstehenden Kosten bei einem Rechtsstreit.

Die Rechtsschutzversicherung schütz dich vor den finanziellen Folgen eines Rechtsstreits. Denn es können Anwaltskosten, Gerichtskosten und falls du den Fall verlierst, sogar Kosten zur Entschädigung des Gegners aufkommen, die mehrere tausend Euro betragen können.

Mittlerweile kannst du deine Rechtsschutzversicherung deinem Leben individuell anpassen.

Dieser Versicherungsschutz gilt für Ehepartner und für die Kinder. Bei nicht Verheirateten muss der Lebenspartner im Versicherungsschein namentlich eingetragen sein.

Wie bei jeder Police, die du abschließt, solltest du das Kleingedruckte und die Bedingungen beachten. Dort steht wie viel Leistung du für welchen Preis bekommst.

Die wichtigsten Module der Rechtschutzversicherung sind:

  • Privatrechtschutz (Bei Vertrags- und Sachenrechtsfällen )
  • Verkehrsrechtschutz (Bei Verkehrsunfällen)
  • Rechtsschutz für Eigentümer und Mieter
  • Berufsrechtschutz (Bei der Arbeit )

Tierhalterhaftpflicht

Die Tierhalterhaftpflichtversicherung versichert Dritten entstandene Schäden, die durch Dein Tier verursacht wurden.

Wie Du es dir schon denken kannst, ist diese Versicherung für Tierhalter. In manchen Situationen können Tiere verschiedene Schäden anrichten. Im BGB steht, dass der Tierhalter für die Schäden, die sein Tier anrichtet auch ohne eigenes Verschulden haftbar gemacht werden kann. Das heißt Du zahlst aus Deiner eigenen Tasche, wenn Dein Tier etwas kaputt macht. Der Schaden kann nur ein geringer sein oder auch einer mit gewaltigen Folgen  (z.B. die Person wird berufsunfähig, hohe Behandlungskosten….).

Die Tierhalterhaftpflicht lohnt sich nur bei größeren Tieren wie Hund, Esel, Pferd, Pony etc., denn bei kleinen Haustieren, die kaum Schaden anrichten können, kommt meistens die private Haftpflichtversicherung auf. Größere Tiere können mehr Schaden anrichten als ein kleines Tier, welches nur in den eigenen vier Wänden bleibt.

Als Unterart der Tierhalterhaftpflicht unterscheidet man zusätzlich zwischen Hundehalter- und Pferdehalterhaftpflichtversicherung, welche aufkommt bei Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden verursacht durch ein Tier. (siehe Unterschied PHV)

Du gehst mit deinem Schäferhund spazieren, Dein Hund reißt sich von der Leine los und rennt auf die Straße. Ein Auto weicht aus und fährt gegen einen Baum. Wenn Du hier keine Versicherung hast, wirst Du den entstandenen Schaden aus eigener Tasche zahlen müssen.

Unfallversicherung

Eine Unfallversicherung soll nach einem Unfall den Versicherten oder die Hinterbliebenen entschädigen.

Ein Unfall liegt vor, wenn Du durch ein plötzlich von außen auf Deinen Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidest. Als Eselsbrücke kannst Du Dir hier gerne das Wort PAUKE merken:

P-plötzlich

A-von Außen

U-unfreiwillig

K-auf den Körper

E-wirkendes Ereignis

Innerhalb der Versicherung unterscheidet man zwischen der gesetzlichen Unfallversicherung und der privaten Unfallversicherung.

Die gesetzliche Unfallversicherung ist ein Baustein der Sozialversicherung und versucht, nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten, Deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen. Zusätzlich ist die gesetzliche Unfallversicherung verantwortlich für mögliche Entschädigungszahlungen an Dich und Deine Hinterbliebenen.

Die private Unfallversicherung ist eine Ergänzung zur gesetzlichen Unfallversicherung und deckt den privaten Bereich des Unfallschutzes, wie zum Beispiel einen Sportunfall oder einen Fahrradunfall, ab. Zusätzlich kannst du weitere Leistungsarten individuell vereinbaren, wie zum Beispiel Unfallrente, Übergangsleistung, Verletzungsgeld, Unfalltagegeld, Unfall-Krankenhaustagegeld, Genesungsgeld, Todesfallleistung, Bergungskosten, Kurbeihilfe, kosmetische Operationen, Rehabilitation. Der Versicherungsschutz für Unfälle gilt in der Regel weltweit und rund um die Uhr.

Kein Versicherungsschutz besteht für Unfälle, die vorsätzlich, also bewusst herbeigeführt werden. Dies gilt auch für die Missachtung von Warn- und Sicherheitshinweisen in der Arbeit. Verletzt Du dich vorsätzlich, also bewusst und unter Missachtung der Warnhinweise, um eine ungeliebte Tätigkeit nicht ausführen zu müssen, so zahlt die Versicherung nicht.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen, abgekürzt  als VL oder VWL, sollen dir dabei helfen Vermögen aufzubauen. Dazu können alle Arbeitnehmer, Auszubildende, Beamte, Richter oder Soldaten vom Arbeitgeber bis zu 40 Euro im Monat, zusätzlich zum Gehalt, erhalten. Diese Leistung ist eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, die aber für viele Berufe im Tarifvertrag garantiert ist.

Vermögenswirksame Leistungen kannst Du in neue oder bereits bestehende Verträge einzahlen: zum Beispiel in eine laufende Baufinanzierung über einen Bausparvertrag, einem Banksparplan oder einem Aktienfondssparplan.

Zustande kommt so ein Vertrag meistens indem  der Arbeitnehmer einen VL-Vertrag abschließt und seinem Arbeitgeber eine Bestätigung über diesen Vertrag vorlegt. Der Arbeitgeber zahlt dann den zugesagten Betrag in den Vertrag ein.

Verträge für vermögenswirksame Leistungen laufen in der Regel sieben Jahre lang, wobei Du nach sechs Jahren die Einzahlung stoppen kannst. Ebenfalls nach dem sechsten Jahr kannst Du den nächsten Vertrag beginnen. Nach Ablauf des Vertrags steht das Guthaben entweder für deine persönlichen Wünsche oder für deine Altersvorsorge zur Verfügung. Bei der Bauspar-Variante ist es anders: In diese Verträge müssen sieben Jahre lang Beiträge fließen.

Der maximale Betrag, den Du als VL-Sparer erhalten kannst, beträgt derzeit 40 Euro im Monat, also 480 Euro im Jahr. Angenommen, Du schließt einen Banksparplan ab und erhältst pro Monat 40 Euro von Deinem Chef. Nach sechs Jahren Einzahlung und einem Jahr Ruhezeit kannst Du Dich bei einer Verzinsung von 2 Prozent im Jahr über etwa 3.085 Euro freuen, über die Du frei verfügen kannst.

Zusätzlich zum Arbeitgeber beteiligt sich auch der Staat an der Vermögensbildung. Wer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet, erhält im ersten Schritt die Arbeitnehmersparzulage. Ausschlaggebend dafür ist nicht das Bruttoeinkommen, sondern das zu versteuernde Einkommen.

Die genauen Bedingungen regelt das Fünfte Vermögensbildungsgesetz (5. VermBG). Als Bausparer kannst Du zusätzlich die Wohnungsbauprämie erhalten.

Vermögenswirksame Leistungen, die Du von Deinem Arbeitgeber erhältst, sind steuer- und sozialabgabenpflichtig. Denn sie steigern praktisch Dein Bruttogehalt um die Höhe der VL. Dein Arbeitgeber überweist den vollen VL-Betrag auf das Sparkonto, Du bezahlst im Gegenzug über die Lohnabrechnung Steuern und Abgaben. Im Vergleich zum Zustand ohne vermögenswirksame Leistungen verringert sich also Dein Nettogehalt geringfügig. Die erwirtschafteten Kapitalerträge sind wie andere Geldanlagen auch steuerpflichtig.

Die beste Anlageform hängt von Deiner Wohnsituation, Deinem zu versteuernden Einkommen und Deiner Risikobereitschaft ab. Es gibt vier mögliche Varianten. Die Tilgung einer laufenden Baufinanzierung, ein Banksparplan und ein Bausparvertrag bieten sichere Erträge. Beim Fondssparplan kann der Wert des angesparten Kapitals dagegen schwanken. Bei der staatlichen Förderung punktet der Bausparvertrag mit der Wohnungsbauprämie. Der VL-Banksparplan wird dagegen nicht gefördert.